Kochen und Backen
Immer mehr Menschen kochen und backen leidenschaftlich gern. Auch in der Küche hat Energiebewusstsein Platz. Der E-Herd verbraucht etwa zehn Prozent des Haushaltsstroms. Doch beim Kochen können Sie mit ein paar Kniffen die Wärme optimal nutzen.
Tipps zum Kochen
- Kochgeschirr: Verwenden Sie Töpfe und Pfannen mit guter Wärmeübertragung: z. B. aus Edelstahl mit Kupfer- bzw. Aluminiumboden (auch Sandwichboden genannt) oder aus emailliertem Stahl. Achten Sie darauf, dass Durchmesser von Kochtopf und Kochstelle übereinstimmen, sonst werden bis zu 20 Prozent der produzierten Wärme vergeudet.
- Passender Topf: Kochtöpfe sollten auf jeden Fall mit einem planen Boden und einem gut schließenden Deckel ausgestattet sein.
- Deckel drauf: Und diesen nicht öfter als nötig hochheben. Denn für das Kochen ohne Deckel brauchen Sie die dreifache Menge Energie.
- Schnellkochtopf: Verwenden Sie den Schnellkochtopf bei langen Garzeiten – das spart 30 Prozent Strom und das Essen ist in der Hälfte der Zeit fertig.
- Nachwärme nutzen: Beim Kartoffelgaren fünf bis zehn Minuten und beim Reisquellen rund 20 Minuten vor Ende der Gardauer ausschalten.
- Wasserkocher & Co: Bei vielen Arbeiten in der Küche muss der Herd gar nicht zum Einsatz kommen. Zum Kochen von Teewasser nutzen Sie besser den Wasserkocher – das spart 50 Prozent Energie. Das gleiche gilt für den Eierkocher. Und wenn Sie Brötchen mit dem Aufsatz auf dem Toaster aufbacken, sparen sie sogar 70 Prozent Energie.
Tipps zum Backen und Braten
- Ohne Vorheizen: Braten, Aufläufe und Gebäcke gelingen auch, wenn sie in den kalten Backofen geschoben werden. Vorheizen ist selten nötig, etwa beim Brotbacken.
- Mehr Gewicht: Der Sonntags-Braten sollte erst ab einem Gewicht von zwei Kilogramm in die Backröhre, ansonsten gehört er in den Bräter oder Schnellkochtopf.
- Tür zu: Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als nötig, denn dabei gehen jedesmal ca. 20 Prozent Wärme verloren. Nutzen Sie auch hier wie beim Herd die Nachwärme und schalten Sie den Ofen etwa fünf bis zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit aus – der Braten wird trotzdem schön knusprig.
Tipps für die Mikrowelle
- Auch das Mikrowellengerät ist zum Zubereiten von kleinen Fertiggerichten oder Erwärmen von Tellergerichten ein sparsamer Helfer. Hier ist ausreichend Leistung gefragt: Vier Leistungsstufen und eine Maximalleistung von mindestens 600 Watt sollte das Gerät schon besitzen.
- Einzelne Speisen müssen nicht mehr im Ofen warm gehalten werden – ein Tellergericht in der Mikrowelle ist in drei bis vier Minuten erwärmt. Verteilen Sie die Speisen gleichmäßig flach, das spart Garzeit.
- Weil die Wärme direkt im Lebensmittel erzeugt wird, genügt es, wenn Sie beim Garen von Gemüse und Kartoffeln nur etwa 1 bis 2 Esslöffel Wasser zufügen. Das schont die Vitamine.
- Für das große Familien-Schlemmen ist die Mikrowelle aber keine Alternative, da sie bei Gerichten ab 400 Gramm deutlich mehr Strom und Zeit verbraucht.
- Speisen direkt im Serviergeschirr erwärmen, so verlieren Sie keine Wärme durch Umfüllen.
Energiesparbroschüre
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